Bohmter Grüne stellen Kandidaten zur Kommunalwahl auf

- Steffen Bach, Jürgen Blumenkamp, Doris Herzke, Frank Stucke, Münever Stucke, Friederike Schneider-Solf, Wolfgang Pauls und Alwin Büter (von links) kandidieren für Bündnis 90/Die Grünen für den Bohmter Rat. (Auf dem Bild fehlen Marina Pantke, Daniel Pantke und Brigitte Brinkmeier) - Foto: privat
Bündnis 90/Die Grünen in der Gemeinde Bohmte wollen bei der Kommunalwahl am 11. September zusätzliche Mandate im Rat gewinnen und erstmals in alle Ortsräte einziehen. „Unser Ziel es, die CDU/FDP-Mehrheit zu brechen“, erklärte Münever Stucke, Fraktionsvorsitzende im Bohmter Rat. In wichtigen Politikfeldern hätten CDU/FDP versagt. Beispiele seien der geplante Kiesabbau in Hunteburg sowie die verfehlten Planungen für die Nordumgehung in Bohmte. Statt Millionen in neue Straßen zu investieren, sollten die knappen Finanzen in den Bereichen Kinder, Jugend, Familie, Bildung, erneuerbare Energien und Naturschutz eingesetzt werden. Das sind gute Investitionen in die Zukunft. „Nur mit starken Grünen ist politischer Neuanfang möglich“, betont Münever Stucke.
Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen für die Kommunalwahl am 11.September 2011:
Für den Gemeinderat Bohmte:
1. Münever Stucke
2. Jürgen Blumenkamp
3. Alwin Büter
4. Friederike Schneider-Solf
5. Frank Stucke
6. Steffen Bach
7. Marina Pantke
8. Daniel Pantke
9. Doris Herzke
10. Brigitte Brinkmeier
11. Wolfgang Pauls
Für den Ortsrat Bohmte:
1. Friederike Schneider-Solf
2. Alwin Büter
Für den Ortsrat Hunteburg:
1. Steffen Bach
2. Jürgen Blumenkamp
Für den Ortsrat Herrringhausen, Stirpe-Oelingen:
1. Münever Stucke
2. Frank Stucke
01.09.2011
Bürgermeisterwahl

- Bei einem Besuch am Informationsstand der Grünen dankte der Kandidat der SPD für die Bürgermeisterdirektwahl, Thomas Rheme, der Spitzenkandidatin der Grünen, Münever Stucke, für die Unterstützung.
Bohmter Grüne unterstützen Thomas Rheme
Bündnis 90/Die Grünen unterstützen den Kandidaten der SPD, Thomas Rheme, bei der Bürgermeisterdirektwahl in der Gemeinde Bohmte. Thomas Rehme hatte den Wunsch geäußert, sich dem Ortsverband der Grünen persönlich vorzustellen. In der Diskussion wurde deutlich, dass in einigen wichtigen kommunalpolitischen Feldern gemeinsame Ansichten existieren. So wollen SPD und Grüne die Nordumgehung in Bohmte und den Kiesabbau in Hunteburg verhindern, den Bau von großen Ställen besser steuern und Maßnahmen zu Erhöhung der Verkehrssicherheit ergreifen. Der Ortsverband der Grünen hat sich deshalb mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Kandidatur des SPD Kandidaten Thomas Rheme zu unterstützen.
Grüne und SPD sind sich einig, dass in Bohmte ein politischer Neuanfang notwendig ist. Sollte es im 30köpfigen Gemeinderat nach der Wahl ein Patt zwischen CDU und FDP auf der einen und Grünen und SPD auf der anderen Seite geben, käme es bei Abstimmungen auf die Stimme des Bürgermeisters an. Deshalb ist es nach Ansicht der Grünen wichtig, bei der Direktwahl des Bürgermeisters einen personellen und politischen Wechsel an der Spitze der Gemeindeverwaltung herbeizuführen.
Steffen Bach
Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen, Bohmte
Gemeinsam für Bohmte - Programm zur Kommunalwahl am 11. September 2011
Bündnis 90/Die Grünen wollen in Bohmte mit den Bürgern und für die Bürger Politik gestalten. Unser politisches Leitbild lässt sich knapp mit dem Begriff der Nachhaltigkeit zusammenfassen: Politische Entscheidungen müssen sich daran messen lassen, ob sie sozial gerecht, ökologisch tragfähig und wirtschaftlich möglich sind. Das Abwägen dieser drei Aspekte ermöglicht nicht immer einfache Antworten auf komplizierte Sachverhalte.
Energie, Umwelt, Landwirtschaft:
- Wir wollen in Bohmte unseren Beitrag zur Energiewende und zum Ausstieg aus der Atomenergie leisten. Dazu soll die Erzeugung erneuerbarer Energien, vor allem der Solar- und Windenergie, in den kommenden fünf Jahren deutlich gesteigert werden.
- Einen weiteren Ausbau der Biogasproduktion auf Basis des Rohstoffs Mais lehnen wir ab. Den Bau kleiner Hofanlagen, in denen ausschließlich die vorhandene Gülle oder Futterreste aus der Tierhaltung genutzt werden, würden wir ermöglichen.
- Die Abwärme der vorhandenen Biogasanlagen muss besser genutzt werden. Dazu sollen möglichst viele öffentliche und private Gebäude an Nahwärmenetze angeschlossen werden.
- Wir werden weiterhin alles tun, um den Kies- und Torfabbau in Hunteburg zu verhindern. Sollte dies nicht gelingen, werden wir unter keinen Umständen gemeindeeigene Flächen an das Kiesabbauunternehmen verkaufen.
- Wir unterstützen die Initiative „Alleendorf Hunteburg“ und werden uns im gesamten Gemeindegebiet für den Erhalt der vorhandenen und die Anlage neuer Alleen einsetzen.
- Ausgleichsflächen in unserer Gemeinde, die entgegen der ursprünglichen Bestimmung zweckentfremdet oder überbaut wurden, müssen entweder wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt oder an anderer Stelle ersetzt werden.
- Wir wollen den Neubau großer Stallanlagen durch eine vorausschauende Planung der Gemeinde einschränken. In der Nähe von Siedlungen, in Gebieten, die dem Naturschutz und der Erholung dienen, sollen neue gewerbliche Ställe ausgeschlossen werden. Bei allen neuen gewerblichen Tierhaltungsanlagen muss die Gemeinde den Einbau moderner Filtertechnik vorschreiben.
Bildung und Soziales
- Wir fordern kurze und sichere Schulwege für unsere Kinder. Alle Schulstandorte müssen erhalten bleiben.
- Die Angebote für Jugendliche in allen Ortsteilen müssen verbessert werden.
- Mit einem bedarfsgerechten, wohnortnahen und bezahlbaren Betreuungsangebot für alle Kinder vom ersten bis zum 10. Lebensjahr wollen wir Familien unterstützen.
Verkehr
- In allen Ortsteilen muss die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden. Dies kann durch Zebrastreifen, Tempolimits, Querungshilfen und markierte Fahrradstreifen auf den Straßen geschehen.
- Wir wollen Shared Space in Bohmte schrittweise fortführen. Bund und Land müssen allerdings Shared Space als Modellprojekt finanziell unterstützen, so wie es schon im Bundesparteiprogramm von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Jahr 2009 gefordert wurde.
- Die von der CDU/FDP beschlossene Trasse für eine nördliche Entlastungsstraße in Bohmte lehnen wir ab. Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht nach unserem Verständnis nicht auf. Mindestens 3,2 Mio. Euro zusätzliche Schulden, Flächenverbrauch, Zerschneidung der Bohmterheide sind ein zu hoher Preis für eine Entlastung um rund 360 LKW am Tag.
- Wir unterstützen die Pläne für den Kanalhafen Leckermühle. Der erweiterte Hafen muss aber an das Schienennetz angeschlossen werden!
- Wir werden uns für eine Reaktivierung der Wittlager Kreisbahn von Bohmte ins Schwegermoor und eine Verlängerung der Trasse nach Damme einsetzen, um einen Teil des Schwerlastverkehrs in Hunteburg von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Finanzen
- Mit den begrenzen finanziellen Mitteln muss verantwortungsvoll umgegangen werden.
- In den Bereichen Familie, Kinder, Bildung und Soziales wollen wir die finanzielle Mittel aufstocken.
- Großprojekte wie die geplanten Ortsentlastungsstraßen in Bohmte und Hunteburg lehnen wir auch deshalb ab, weil sie zusätzliche Schulden in Millionenhöhe verursachen.
Bürgerbeteiligung
- Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger stärker in Entscheidungsprozesse einbeziehen.
- Die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger müssen von der Politik ernst genommen werden.
- Wir unterstützen das Bürgerbegehren zum Thema Nordumgehung in Bohmte.
Wenn Sie Fragen haben, Anregungen geben oder aktiv mitmachen möchten, sprechen Sie bitte unsere Kandidatinnen und Kandidaten an.
Münever Stucke, Herringhausen, Vor dem Bruche 8, Gesundheits- und Krankenpflegerin, 41 Jahre.
Jürgen Blumenkamp, Hunteburg, Wilhelmshöhe 2, Informationtechniker, 48 Jahre
Alwin Büter, Bohmte, Leverner Str. 39, kfm. Angestellter, 54 Jahre.
Friederike Schneider-Solf, Bohmte, Bahnhofstr. 10, Garten- und Landschaftsarchitektin, 56 Jahre.
Frank Stucke, Herringhausen, Vor dem Bruche 8, Lehrer im Vorbereitungsdienst, 43 Jahre.
Steffen Bach, Hunteburg, Klußkamp 1, Journalist, 43 Jahre.
Marina Pandtke, Herringhausen, Vor dem Bruche 23, Hausfrau, 23 Jahre.
Daniel Pandtke, Herringhausen, Vor dem Bruche 23, Landmaschinenmechaniker, 27 Jahre.
Doris Herzke, Herringhausen, Dübberortstr. 5, kfm. Angestellte, 44 Jahre.
Brigitte Brinkmeier, Bohmte, Im Achterfelde 1, Hausfrau, 60 Jahre.
Wolfgang Pauls, Voltermannstr. 1, Hausmann, 56 Jahre
Niederlage für Mensch und Natur – Schaden für unsere Region. Kiesabbau Hunteburg: CDU/FDP knicken ein!
Wie in der vorletzten ELK Ausgabe zu lesen war, hat die CDU/FDP-Mehrheit im Verwaltungsausschuss der Gemeinde Bohmte entschieden, auf eine Klage gegen die Ersetzung des Einvernehmens durch den Landkreis Osnabrück zum Kiesabbau in Hunteburg zu verzichten. Grundlage für diese Entscheidung gegen die Stimmen von Bündnis90/Die Grünen und SPD waren fadenscheinige Argumente: Die drohende Gefahr hoher Gerichtskosten oder mögliche Schadensersatzansprüche der Betreiberfirma gegen die Gemeinde bei weiterer Verzögerung des Kiesabbaus. Fadenscheinig unter anderem deshalb, weil dieses Szenario von genau dem Rechtsbeistand konstruiert wurde, der bereits im Vorfeld der Gemeinde fälschlicherweise gesagt hatte, dass die Gemeinde enteignet werden könnte, wenn sie die Flächen im geplanten Kiesabbaugebiet nicht verkaufen würde (Hierzu hatte sich ja bereits die SPD im letzten ELK ausführlich geäußert).
Die Gemeinde stellt es in ihren Ausführungen im ELK so dar, als ob sie keinerlei weitere Möglichkeiten hätte, sich gegen das Kiesabbauunternehmen und gegen den Landkreis zu wehren. Doch es handelt sich hier schlicht und einfach nur um die Haltung der Mehrheit im Rat und im Verwaltungsausschuss zum Kiesabbau. Hier ist die Hoffnung auf eine billige Dorferneuerung in Hunteburg eher der tragende Gedanke als die Interessen der Hunteburger Bürgerinnen und Bürger und des Naturschutzes. Aber wie naiv ist es eigentlich, eine Dorferneuerung mit dem Kiesabbau zu verbinden, diese sogar durch das betreffende Unternehmen bezahlen zu lassen, nur um die tonnenschweren mit Kies beladenen LKWs täglich zu hunderten durch ein rundum erneuertes Dorf fahren zu lassen, besser gesagt, es wieder kaputt fahren zu lassen?
Die Argumente gegen den Kiesabbau liegen doch auf der Hand: Riesige Mengen von Kohlendioxid, die im Torf gespeichert sind, werden durch den Abbau freigesetzt (also nicht nur aus Artenschutzgründen sondern auch aus Klimaschutzgründen ist ein Abbau unverantwortlich). Von einer Gefährdung des Grundwassers bzw. der Trinkwasservorkommen ist ebenfalls auszugehen. Die Vorstellung von CDU und FDP, den Torf- und Kiesabbau dauerhaft auf die 70,6 ha der im Flächennutzungsplan ausgewiesenen gesamten Kiesabbaufläche von ca. 1100 ha begrenzen zu können, halten wir aufgrund der Erfahrungen mit dem Kiesabbau am Niederrhein für unrealistisch. Wenn erst einmal der Torf- und Kiesabbau auf den 70,6 ha beginnt, bekommt Hunteburg nach den vorgesehenen 30 Jahren weiterhin die negativen Folgen zu spüren, weil ein einmal begonnener Kiesabbau erfahrungsgemäß weitergeführt wird.
Die CDU/FDP-Fraktion ist nach wie vor gewillt, die gemeindeeigenen Flächen im geplanten Abbaugebiet an das Kiesabbauunternehmen zu verkaufen. Wie glaubwürdig sind angesichts dieser Tatsache die bisherigen Versuche der Gemeindeverwaltung, die Genehmigung für den Kiesabbau in Hunteburg verhindern zu wollen?
Falls der Streit um den Kiesabbau verloren gehen sollte, muss unserer Ansicht nach die Gemeinde alles tun, um die Folgen einer solchen Fehlentscheidung zu mildern. Die Grünen werden deshalb dem Verkauf der Grundstücke der Gemeinde an das Kiesabbauunternehmen nicht zustimmen.
Liebe Bürgerinnen und Bürger von Hunteburg!
So wie Ihr Dorf heute ist, wird es nicht mehr sein, wenn der Kiesabbau kommt. 30 Jahre lang werden Sie und Ihre Familien dieser Belastung ausgesetzt sein, mehr Verkehr, mehr Staub, mehr Lärm. 30 Jahre lang exzessive Landschaftszerstörung und Eingriffe in das Ökosystem. 30 Jahren lang wird die heutige dörfliche Struktur zerstört werden.
Die BI Erhaltet Hunteburg hat in der letzten Veranstaltung zeigen können, was der Kiesabbau für Hunteburg bedeutet. Der Schwerlastverkehr wird enorm zunehmen, die Natur unwiederbringlich zerstört, der gesamte Lebensraum von Mensch und Natur in und um Hunteburg negativ verändert!
Warten Sie nicht, bis es zu spät ist! Alle sollen und können sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Keiner wird in ein paar Jahren sagen können, er hätte davon nichts gewusst, niemand hätte ihn gewarnt. Es gab genug Veranstaltungen und Leserbriefe zum geplanten Kiesabbau in Hunteburg und zur Haltung der CDU/FDP-Mehrheit im Rat der Gemeinde zu dieser Thematik!
Umwelt und Naturschutz sind Themen, die jeden etwas angehen, egal welcher Partei, welcher Nationalität man angehört oder welche Hautfarbe man hat. Bei diesen Themen sollten wir uns ohne „wenn“ und „aber“ engagieren. Die Natur ist ein einmaliges Gut, sie ist elementar, sie erhält uns alle am Leben – sie IST das Leben. Ob wir alle wollen oder nicht, wir müssen gemeinsam dafür kämpfen. Denn wenn wir es nicht schaffen, die Natur zu erhalten, werden alle die Folgen tragen müssen!
Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur.
Münever Stucke
Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Bohmte
31. Juli 2011
Grüne gegen Ortsentlastungsstraße in Hunteburg
Die Grünen in der Gemeinde Bohmte sprechen sich gegen den Bau einer Ortsentlastungsstraße in Hunteburg aus. Nachdem in den vergangenen Monaten vom Planungsbüro SHP verschiedene Möglichkeiten für eine Entlastung des Ortskerns entwickelt wurden, sind wir zu dem Ergebnis gelangt, dass keine dieser Varianten eine befriedigende Lösung darstellt.
Stattdessen müssen in den kommenden Jahren die begrenzten finanziellen Mittel der Gemeinde Bohmte im Hunteburger Ortskern investiert werden. Vorrang haben Maßnahmen, die zu mehr Verkehrssicherheit führen (Querungshilfen, Zebrastreifen), die den Verkehrsstrom verlangsamen (Kreisverkehre, Tempolimits) und die den Fahrradverkehr sicherer und attraktiver machen (von der Fahrbahn abgetrennte Fahrradstreifen). Bis zu 40 Prozent der dabei anfallenden Kosten würde das Land Niedersachsen als Zuschuss aus dem Dorferneuerungsprogramm beisteuern. Den Bau einer Entlastungsstraße müsste die Gemeinde dagegen komplett über neue Schulden selbst finanzieren.
Damit die Verkehrsbelastung durch den Schwerlastverkehr nicht noch einmal sprunghaft ansteigt, muss weiter alles getan werden, um den geplanten Kiesabbau im Schweger Moor zu verhindern. Die Grünen haben sich dafür im Gemeinderat auf Kreis- und Landesebene eingesetzt und werden dies auch in Zukunft tun.
Außerdem fordern wir eine Reaktivierung der Wittlager Kreisbahn von Bohmte bis ins Schwegermoor. Mit der Stadt Damme, die ebenfalls unter dem Schwerlastverkehr leidet, sollte ferner über eine Verlängerung der Bahntrasse in das Dammer Industriegebiet verhandelt werden. Die Wittlager Kreisbahn könnte im Verbund mit dem geplanten Kanalhafen in Leckermühle dazu beitragen, zumindest einen Teil des Schwerlastverkehrs auf Schiene und Wasserstraßen zu verlagern. Natürlich wird das allein die Verkehrsprobleme in Hunteburg nicht kurzfristig lösen können, doch wenn an vielen Orten in Deutschland der Schienenverkehr und die Vernetzung von Bahn und Wasserstraße gefördert werden, verbessert das die Wettbewerbsfähigkeit der Systeme Bahn und Binnenschiff gegenüber dem LKW.
In zwei Ortsteilwerkstätten sowie in einer gemeinsamen Sitzung des Ortsrates Hunteburg und des Wegeausschusses des Gemeinderates sind zuletzt verschiedene Möglichkeiten diskutiert worden, wie Hunteburg vom Schwerlastverkehr entlastet werden könnte. Grundsätzlich sind dabei zwei verschiedene Lösungsansätze vorgestellt worden: So genannte „ortsnahe“ und „ortsferne“ Entlastungsstraßen.
Bei der Beurteilung dieser Vorschläge haben wir uns an den Prinzipien der Nachhaltigkeit orientiert. Entscheidender Nachteil der ortsfernen Lösungen sind die dabei zwangsläufig entstehenden langen Trassen. Dies führt zu hohen Kosten, einem hohen Flächenverbrauch und zu erheblichen Eingriffen in die Natur. Zudem haben die ortsfernen Trassen nach Angaben des Planungsbüros SHP den Nachteil, dass sie für den Ortskern die geringsten Entlastungseffekte bringen. Wegen der hohen Kosten und des geringen Nutzens lehnen wir die ortsfernen Trassen ab. Mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit sind diese Vorschläge nicht zu vereinbaren, weil den kommenden Generationen enorme zusätzliche Schulden aufgebürdet sowie wertvolles Ackerland und die Lebensräume von Pflanzen und Tieren unwiederbringlich zerstört werden.
Die ortsnahen Trassen haben den Vorteil, dass sie kürzer und damit kostengünstiger sind. Der Nachteil ist, dass beim Bau ortsnaher Umgehungsstraßen zwangsläufig andere Hunteburger Opfer des Schwerlastverkehrs werden. Kurz gesagt: Wir würden den LKW-Verkehr von der einen Haustür zu einer anderen verlagern. Ein einfacher Blick auf den Ortsplan lässt erkennen, dass sich dieser Effekt aufgrund der Siedlungsstruktur in Hunteburg nicht vermeiden lässt. Es macht keinen Sinn, Millionenbeträge zu investieren, nur damit am Ende eine andere Gruppe von Hunteburgern leidtragende des LKW-Verkehrs ist.
Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass wir aus ähnlichen Gründen schon seit Jahren gegen die Ortsentlastungsstraße in Bohmte kämpfen. Wir fordern in Bohmte den LKW-Verkehr von der Leverner Straße zur Mittelanbindung der B51 zu lenken und das Projekt Shared Space schrittweise fortzusetzen.
Der Bau von Entlastungsstraßen führt letztendlich immer nur dazu, dass der LKW-Verkehr noch flüssiger durch unser Land fließt. Der SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel brachte dies schon 1972 auf eine griffige Formel: „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten!“
In unserer Gemeinde gibt es in vielen Bereichen noch sehr viel zu tun, wie z.B. in der Kinder- und Jugendarbeit, im Umweltschutz, bei erneuerbaren Energien. Allzu häufig scheitert hier die Umsetzung an den angeblich fehlenden Haushaltsmitteln. Wir erachten es als dringlicher, hier zu investieren, als Hunderttausende in die Planung und dann möglicherweise Millionen Euro in den Bau neuer Straßen zu stecken.
Das Verkehrsproblem in Hunteburg muss intelligent und nachhaltig im Einklang mit Mensch UND Natur gelöst werden!
Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Bohmte, 16. Mai 2011
Solarstromanlagen derzeit “extrem günstig”

- Foto: Über die Erfahrungen mit der Solarstromnutzung auf dem Dach ihres Hauses informierte die Bohmter Ratsfrau Münever Stucke (2.v.r.) zusammen mit Dr. Arnulf Nüsslein (1.v.l.) und dem neunen Ratsmitglied Jürgen Blumenkamp aus Hunteburg (4.v.r).
Grüne: sichere Arbeit vor Ort schaffen
Mit über 3.200 Kilowattstunden (kW/h) seit März hat die Solarstromanlage der Familie Stucke in Herringhausen die Prognosen übererfüllt. Das erfuhren Besucher auf Einladung der Grünen, die die 4,62 Kilowatt (KW) starke und 18.400 Euro teure Anlage kennenlernen konnten. Nach ca. acht Jahren werde die mit einem zinsgünstigen Kredit des Bundes geförderte Anlage sich bezahlt gemacht haben, berichtete Frank Stucke. Die Einspeisevergütung von 43 Cent pro kW/h werde über 20 Jahre gezahlt.
Als extrem günstig gezeichnete Dr. Arnulf Nüßlein die derzeitigen Preise für den Einbau einer Solarstromanlage. Nach über 5.000 Euro pro KW im vergangenen Jahr seien die Preise bis auf 3.200 Euro bei größeren Anlagen gefallen, berichtete der Bundestagskandidat der Grünen. Orientierung biete die Solardachkampagne der Grünen. Auf der Homepage www.gruene-os-land.de könne sich jeder kostenlos für sein Hausdach die Daten für Solarstrom grob ausrechnen lassen. Jede neu errichtete Solaranlage sei ein wichtiger Beitrag zum endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie, zeigte sich Nüßlein überzeugt.
Der Gesamtenergieverbrauch der Gebäude der Gemeinde Bohmte sei von rund 7 Mio. auf ca. 5,5 Mio. kWh/a verringert werden, berichtete Erste Gemeinderätin Sabine de Buhr-Deichsel. Das sei erreicht worden durch Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden wie Dach- und Fenstersanierungen, Anschaffung von energieeffizienten Elektrogeräten und insbesondere die Umstellung alter Heizungsanlagen auf Holzhackschnitzelheizungstechnik bzw. die Nutzung von Biogas zur Gebäudebeheizung. Mitte September werde ein Gutachten über die Eignung gemeindlicher Gebäude für die Installation von Photovoltaikanlagen vorliegen. Anschließend solle die Möglichkeit der Einrichtung einer Bürgergenossenschaft solle geprüft werden.
Nach einer Erhebung der Grünen waren Ende 2008 in Bad Essen 84 Solarstromanlagen am Netz, in Bohmte 58 und in Ostercappeln 35. Mit Wind, Biomasse und Sonne werde inzwischen über die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs in Bohmte aus umweltfreundlichen Quellen erzeugt. “Ziel ist es, mit Energieeinsparung und verbesserten Betriebstechniken möglichst bald eine 100%-Versorgung mit Erneuerbaren Energien zu erreichen”, erklärte der Geschäftsführer der Grünen, Johannes Bartelt. Über die Errichtung von Solaranlagen könnten zudem wichtige Impulse für die heimische mittelständische Wirtschaft und zusätzliche sichere Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden.
Für die Agrogentechnik müssen alle Bauern die Zeche zahlen
Ulrike Höfken fordert bessere Kennzeichnung – Gentechnik bietet Landwirtschaft keine Vorteile
Die sogenannte „Grüne Gentechnik“ birgt viele Risiken ohne den Landwirten und Verbrauchern nachweisbare Vorteile zu verschaffen. Die Grünen setzen sich als einzige Partei schon lange gegen eine Nutzung der Agro-Gentechnik ein. In jüngster Zeit seien bis auf die FDP auch alle anderen im Bundestags vertretenen Parteien auf diese Linie eingeschwenkt, berichtete die Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken bei einer Veranstaltung der Grünen in Bohmte. Insbesondere bei der CDU und CSU seien allerdings Zweifel angebracht, ob die vor der Wahl gemachten Aussagen auch noch nach dem 27. September gelten werden, betonte die Vorsitzende des Agrarausschusses des Bundetgages. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) habe beispielsweise als Bundeslandwirtschaftsminister den kommerziellen Anbau von Genmais erlaubt. Heute stelle er sich als Kritiker der Gentechnik dar.
Zu den negativen sozioökonomischen Folgen der Agrogentechnik zählten auch Kosten für gentechnikfrei wirtschaftende Bauern und Lebensmittelwirtschaft, die durch Agrogentechnik verursacht werden, wie eine Studie des Bundes der ökologischen Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zeige. Kontaminationen bei Saat- und Erntegut durch nichtverkehrsfähige GVO belaufen sich alleine bei den bekanntgewordenen Fällen inzwischen auf mehrere Milliarden US-Dollar. Die Kosten für Systeme zum Erhalt der gentechnikfreien Lebensmittelproduktion in der EU und Japan werden auf 100 Millionen US-Dollar jährlich geschätzt; für ein mittelständisches Unternehmen sind das circa 100.000 Euro pro Jahr. Auch für Bauern bedeutet Agrogentechnik steigende Kosten: Die Saatgutkosten bei Mais und Soja, wo die Gentechnik bereits eine erhebliche Rolle spielt, sind innerhalb der letzten drei Jahrzehnte weltweit auf das Fünffache gestiegen – bei einer Steigerung des Ertrags um den Faktor 1,7, die vor allem auf Züchtungsfortschritte der konventionellen Ausgangssorten beruht. Bei Weizen und Reis, wo Gentechnik keine kommerzielle Rolle spielt, stiegen die Preise parallel zum Ertrag. Einen nennenswerten Beitrag zur Ertragssteigerung konnte die Agrogentechnik selbst bislang nicht leisten, Fortschritte hierbei kommen bislang fast ausschließlich durch die konventioneller Züchtung, erklärte die Agrarexpertin
„Wir Grüne wollen den Weg einer Industrialisierung der Landwirtschaft auf Kosten von Bauern, Imkern, Umwelt und Verbrauchern stoppen“, sagte Höfken. „Wir messen CDU, CSU und SPD nicht an schönen Worten in Sonntagsreden und Wahlkämpfen, sondern an ihrem Verhalten in Brüssel, wenn es um Entscheidungen zur Agrogentechnik geht. Wir erwarten, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene aktiv gegen die Verlängerung des Genmais’ MON810 einsetzt.“ Es reiche nicht, wenn CSU- und SPD-Abgeordnete lediglich Fensterreden gegen die Agrogentechnik halten.
Die Verbraucher könnten durch ihr Verhalten einen Beitrag gegen die Nutzung der Agrogentechnik leisten. Nach langem Zögern sei die Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner endlich der Forderung von Grünen, Lebensmittel- und Verbraucherverbänden nach einem einheitlichen Kennzeichnen "Ohne Gentechnik" nachgekommen. Dies sei ein wichtiger Schritt, um die gentechnikfreie Produktion zu fördern und den Markt für gentechnikfreie Futtermittel auszubauen.
Biogaswärme für das Sportzentrum

- Der Vertrag wird unterschrieben. Im Bild (von links): Kunibert Ruhe, Klaus Goedejohann und Ulrich Wessel-Ellermann. Dahinter stehend die Fachdienstmitarbeiter Holger Frost und Alf Dunkhorst.
Bericht aus dem Wittlager Kreisblatt vom 13.07.09
orf Bohmte. „Die Gespräche waren langwierig. Dafür sind die Verträge jetzt schnell unterschrieben“, merkte Bohmtes Gemeindebürgermeister Klaus Goedejohann an. Die Kommune hat mit der Firma WEB GmbH & Co. KG aus Hunteburg einen Vertrag zur künftigen Nutzung von Biogaswärme im Sportzentrum geschlossen.
Dem Abschluss vorausgegangen ist eine Ausschreibung der Wärmelieferung für das Sportzentrum unter Einbeziehung aller Biogasanlagenbetreiber in der Gemeinde Bohmte. Die Wärmelieferung soll bereits zum 1. Oktober – mit Beginn der Heizperiode – sichergestellt sein. Durch die Wärmekonzepte entstehen der Gemeinde keine zusätzlichen Kosten. Die gesamte Gasleitung sowie die Anbindung am Sportzentrum würden von der Firma finanziert, betont Goedejohann.
Wie funktioniert die künftige Versorgung? Das Konzept zur Nutzung der Biogaswärme im Sportzentrum sieht vor, dass eine Gasleitung von der Biogasanlage der Firma WEB an der Herringhauser Straße in Hunteburg zum Sportzentrum an der Jahnstraße in Bohmte verlegt wird.
Dort wird ein Blockheizkraftwerk auf Biogasbasis errichtet. „Die Arbeiten werden voraussichtlich noch in diesem Monat beginnen“, sagt Kunibert Rohe von der Firma WEB. Die im Blockheizkraftwerk bei der Verstromung des Biogases anfallende Wärme wird im Sportzentrum Bohmte verbraucht. Dabei garantiert die Firma eine Heizleistung von bis zu 600 Kilowatt, was der Heizleistung des bisher verwendeten Niedertemperatur-Gaskessels entspricht. Insgesamt werden pro Jahr rund zwei Millionen Kilowattstunden Wärme bereitgestellt.
Ein positiver Nebeneffekt: „Mit dieser Wärmemenge kann neben dem Hallenbad und der Sporthalle Bohmte künftig auch das Beckenwasser im Freibad Bohmte beheizt werden“, so Goedejohann. Davon profitieren Badegäste im Bad allerdings erst ab dem kommenden Jahr.
Welche Vorteile gibt es? Zunächst einmal einen finanziellen. „Wir können mit der gefundenen Lösung, die unter anderem einen festen Wärmepreis für die nächsten 15 Jahre beinhaltet, überaus zufrieden sein, da wir bei den Kosten für die Beheizung des Hallenbades und der Sporthalle Bohmte erheblich einsparen“, so der Bürgermeister bei der Vertragsunterzeichnung mit Ulrich Wessel-Ellermann und Kunibert Ruhe von der Firma WEB. Immerhin habe die Gemeinde allein im Jahr 2008 rund 100000 Euro für die Wärmeversorgung des Sportzentrums aufwenden müssen.
Ein echter Glücksfall für die Gemeinde, zumal für die Zukunft auch die Option besteht, die Haupt- und Realschule Bohmte ebenfalls an das Wärmekonzept des Sportzentrums Bohmte anzuschließen. „Auch dort“, so Goedejohann weiter, „reden wir bei Heizkosten von bisher rund 65000 Euro jährlich über ähnlich hohe Einsparquoten. Sein Dank galt auch dem Team des Fachdienstes Planen und Bauen, das zwei Jahre an der Verwirklichung des Projektes gearbeitet hat. Daneben gibt es einen ökologischen Aspekt, einen Beitrag zum Klimaschutz. Holger Frost, zuständiger Mitarbeiter im Fachbereich Gebäudemanagement, rechnet vor, dass allein durch die Nutzung der Biogaswärme im Sportzentrum der CO2-Ausstoß, bezogen auf die Liegenschaften der Gemeinde Bohmte, um 21 Prozent reduziert wird. Der Einsatz von Biogas zur Stromerzeugung in einem Blockheizkraftwerk setzt nur so viel CO2 frei, wie bei der Produktion der Biomasse an fossilen Energieträgern eingesetzt wird. Die Verwertung der Biomasse in einer Biogasanlage sei also CO2-neutral.
Legehennenhaltung in Hunteburg

- Foto: Anläßlich eines Ortstermins sprachen Professor van den Weghe (re) und Grüne (li. Bundestagskandidat Dr. Arnulf Nüßlein) mit Anwohnern über die geplante Erweiterung der Legehennenhaltung in Schwege. In Hintergrund der bisherige Stall mit 160.000 Tieren.
Stallbau: Möglichkeit der Klage offen
Grüne sprachen mit Anwohnern in Schwege
Hunteburg - Um Möglichkeiten der Einflussnahme auf die beantragte Erweiterung der Legehennenhaltung auf 235.000 Tiere in Schwege am Grünen Weg ging es bei einem Ortstermin, zu dem sich Vertreter der Grünen mit betroffenen Anwohnern verabredet hatten. Professor Hermann van den Weghe informierte über Erfahrungen in Badbergen-Wehdel, wo mit Unterstützung der gesamten Gemeinde ein Stall für 300.000 Tiere verhindert werden konnte. Zwar hat der Erörterungstermin zur Behandlung der vorgebrachten Einwendungen stattgefunden, eine Entscheidung über die Genehmigung ist aber vom Landkreis als zuständige Behörde noch nicht gefallen. Bisher sei seitens der Deutschen Frühstücks-Ei als Antragstellerin lediglich eine Reduzierung um einen halben Stall mit 20.000 Tieren abgeboten worden, berichtete Anwohner Frank Igelmann. Ziel sei es aber, die Standorte der geplanten Ställe zu verändern, um die Immissionen verringern zu können.
Schon die bisherigen Ställen verursachen vor allem im Sommer unangenehme Gerüche, berichteten die Anwohner. Grünen-Kreisgeschäftsführer Johannes Bartelt wies darauf hin, dass der Kreis bei ähnlichen Anträgen in Merzen und Voltlage jetzt erstmals Biofilter vorzuschreiben gedenke, um die Geruchs- und Staubbelastungen für Mensch und Umwelt verringern zu können. Insofern dürfe Hunteburg nicht schlechter gestellt werden und es müsse auch hier im Falle einer Genehmigung der Einbau solcher Filter auferlegt werden.
Eine weitere Konzentration der industriellen Geflügelhaltung in Hunteburg mit den Standorten Welplage und Kienpohl auf über 500.000 Tiere kann nach Einschätzung des Bundestagskandidaten der Grünen, Dr. Arnulf Nüßlein, die Entwicklungsmöglichkeiten der örtlichen Landwirte beeinträchtigen. Deshalb müsse es im zukünftigen Bundestag dringlich zu einer Neubestimmung der Privilegierung im Baugesetzbuch kommen, von der nicht-landwirtschaftliche Haltungen zukünftig ausgeschlossen werden müssten.
Professor van den Weghe sagte Unterstützung zu bei der kritischen Durchleuchtung der Planungen. Geklärt werden müsse die Verträglichkeit der steigenden Belastungen vor allem aus Gerüchen und Stäuben für Mensch und Umwelt. Soweit es keine Einigung gebe, stehe den Einwendern die Möglichkeit der Klage offen.
Solarstrom vom eigenen Dach - eine Zusatzrente

Bohmte – Etwa 50 m² Dachfläche können auf dem Haus der Familie Stucke in Herringhausen für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden. Diesen Wert bekam die Ratfraktionsvorsitzende Münever Stucke bei einem Test ausgerechnet, den die Grünen seit kurzem auf ihrer Homepage www.gruene-os-land.de anbieten. Hier kann jeder sein Haus auf einer Karte vergrößern und dafür die Wirtschaftlichkeit einer Solarstromanlage ausweisen lassen. Dafür muss lediglich die in Betracht kommende Fläche des Daches an drei Ecken markiert sowie Dachart und Neigungswinkel eingeben werden.
Berechnet wird die maximal installierbare Leistung, wobei Fläche für Dachfenster, Schornstein und Verschattung automatisch abgezogen wird. Vorgelegt werden außerdem Investitionskosten und Ertragsprognose. Benötigt werden für 1 Kilowatt (kW) Leistung knapp 10 m². Zum Jahreswechsel ist der Preis je nach Montageaufwand auf ca. 4.000 Euro pro kW gefallen. Bei Realisierung in diesem Jahr wird eine Einspeisevergütung von 43,01 Cent pro erzeugte Kilowattstunde (kW/h) vom regionalen Stromversorger verbindlich über 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr gezahlt. Wer früh im Jahr installiert, kann deshalb sogar auf fast 21 Jahre garantierte Einspeisevergütung kommen. Zur Finanzierung seien weiterhin günstige Kredite zu haben, erfuhren die Grünen auf Nachfrage bei Sparkasse und Volksbank, so über das KfW-Programm „Erneuerbare Energie“. Ebenso sei die Verwendung von Bausparverträgen für eine solche Investition möglich.
Von mehr Solarstrom erhoffen sich die Grünen einen Investitionsschub für die hiesige Region. Mit der Einspeisung ins öffentliche Netz könne man sich eine Zusatzrente verdienen. Die Solardächer trügen zudem zur Abkehr von Atom und Kohle bei und würden Arbeitsplätze in den Handwerksbetrieben der Region schaffen.
Familie Stucke hat bereits mit der Solarbauer Stemwede GbR eine Fachfirma eingeschaltet, die die Detailplanung vornimmt und demnächst den Einbau vornehmen wird. Die hat seit zehn Jahren schon Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 4.000 kW gebaut, wie Geschäftsführer Alfred Töpper berichtet. Dazu gehöre auch die Anlage mit knapp 15 kW auf der Astrid-Lindgren-Schule. Die habe in zwei Jahren etwa 30.000 kW/h erzeugt, was etwa dem Bedarf von fünf Haushalten entspricht.

- Shared Space in Bohmte
Shared Space in Bohmte
auch wenn es leider zeimlich teuer wurde: Ein tolles Konzept setzt sich durch: Shared Space funktioniert!
... und erfreut sich größten Interesses.
Zum Beispiel war die GAL (Grüne Alternative Liste) aus Hamburg am Freitag, den 5. Septemeber in Bohmte, weil sie für Hamburg planen, ein oder mehrere Straßen nach dem Shared Space Prinzip umzugestalten.
Mehr zum Thema: www.gruene-bohmte.de/aktuelles/shared-space
Von dem Besuch der GAL berichten die Zeitungen "Die Welt" und das "Hamburger Abendblatt
Bohmte zweiter bei Erneuerbaren Energien
Bohmte ist bei Erneuerbaren Energien Zweiter im Landkreis OS
Im Vergleich mit den anderen Gemeinden im Landkreis Osnabrück ist Bohmte sowohl gemessen an der Steigerung im letzten Jahr als auch bei der Menge der erzeugten Energie an zweiter Stelle, was die Bereitstellung von Erneuerbaren Energien angeht!
Grüne für Atombombenabzug

- Ingrid Purps (3.v.l.) protestiert mit anderen Grünen aus dem Osnabrücker Raum gegen Atomwaffen
28 Teilnehmer - davon eine, nämlich Ingrid Purps, aus Bohmte - sind der Einladung der Landkreis-Grünen und der Grün-Alternativen Jugend (GAJ) zur Unterstützung der Demonstration am Fliegerhorst im rheinland-pfälzischen Büchel am vergangenen Samstag gefolgt. „Ziel bleibt der Abzug der hier noch lagernden 20 Atombomben sowie die Beendigung der atomaren Teilhabe Deutschlands", erklärte der Bundestagskandidat der Grünen, Dr. Arnulf Nüßlein nach zehnstündiger Busfahrt. Es sei nicht hinnehmbar, daß der Verteidigungsminister zwar in einem Rundschreiben gegenüber den Bundeswehrsoldaten das Einsatzverbot atomarer Waffen betone, deren Einsatz aber trotzdem von Bundeswehrpiloten trainiert werde. Nach dem Vorbild Griechenlands aus dem Jahr 2001 habe der Bundestag die Möglichkeit, die Beendigung der Stationierung von Atombomben auf deutschem Boden zu beschließen und sich wie die weiteren NATO-Mitglieder Norwegen und Kanada für atomwaffenfrei zu erklären.
Bohmter Grüne gegen Pauschalurteile zu Muslimen
Bohmter Grüne engagiert gegen Pauschlaurteile über Muslime
Manchmal schlagen einzelne Personen in der Gemeinde Bohmte leider sehr recht öffentlichkeitswirksam (teilweise leider mit Unterstützung des Wittlager Kreisblatts) über die Stränge und äußern sich mindestens sehr pauschal, wenn nicht diffamierend z.B. über Muslime.
Mehr dazu: www.gruene-bohmte.de/aktuelles/bessere-wege-zur-integration










