Ausgleichsfläche für Bauland geopfert?

Wird wertvolle Ausgleichsfläche in Feldkamp für Bauland geopfert?

Ausgleichsfläche in Feldkamp Vor ca. 20 Jahren wurden mit großem Aufwand und Kosten rund 500 Bäume, bzw. Sträucher auf einer extra ausgewiesenen Ausgleichsfläche in Feldkamp gepflanzt. Außerdem wurde auf der Fläche eine Streuobstwiese und ein Regenrückhaltebecken angelegt.

Die umfangreichen Anpflanzungen haben sich im Laufe der Jahre prächtig entwickelt und bilden Lebensraum für viele Vogelarten, Insekten und Kleinsäugetiere. Auch für die Anwohner im Siedlungsbereich Feldkamp besteht die Möglichkeit, diese schöne Grünfläche zu nutzen.  

Zu Jahresbeginn wurde in einer Ausschusssitzung die Umwandlung des angrenzenden Spielplatzes in einen Bauplatz beraten. In der Sitzung kam von der SPD der erstaunliche Vorschlag, die Überplanung und Umwandlung der angrenzenden  Ausgleichsfläche mit Regenrückhaltebecken und Streuobstwiese in Bauland gleich mit untersuchen zu lassen. Dieses wurde nachfolgend auch so beschlossen.

Ausgleichsfläche in Feldkamp

Bild; Bündnis90/Die Grünen.

Der zuständige Fachdienstmitarbeiter der Gemeinde trug in der Ausschusssitzung  die untersuchten Immissionswerte der gesamten Fläche vor. Für die geplante Wohnbebauung im Nahbereich mehrerer landwirtschaftlicher Betriebe lagen die Immissionswerte bei bedenklichen 9,8 % und damit nur knapp unter dem zulässigen Grenzwert von 10 %. In einigen Bereichen wurden die zulässigen Werte für ein Baugebiet sogar überschritten.

In der Sitzung des Ortsrates Herringhausen- Stirpe- Oelingen am 16.11.2016 herrschte bei allen Ortsratsmitgliedern Einigkeit darüber, dass erst alle anderen  möglichen Perspektiven untersucht werden sollen. Es muss vor allem geprüft werden, ob die Einbeziehung und Verwertung von Baulücken, leerstehenden Häusern und die rückwärtige Bebauung großer Grundstücke die bessere Alternative gegenüber einer weiteren Neuausweisung von Bauland, vor allem in Bezug auf die schützenswerte Ausgleichfläche darstellt. Eine entsprechende Empfehlung wurde an  Verwaltung und Ausschüsse weitergegeben.

Es wäre gut, wenn sich die SPD und die CDU auch auf Gemeindeebene den Argumenten der Grünen, der Linken sowie zahlreicher Bürger in dieser Frage nicht verschließt und auf eine Umwandlung der Ausgleichsfläche in Bauplätze verzichten würde.

So könnten beide Parteien an diesem konkreten Beispiel unter Beweis stellen, dass es ihnen mit der Umsetzung eines nachhaltigen Natur- und Umweltschutzes in unserer Gemeinde ernst ist.

Wir Bohmter Grünen werben weiter dafür, dass die wertvolle Ausgleichsfläche erhalten bleibt und schlagen vor, dass eine geeignete Fläche für ein Baugebiet südlich der Herringhauser Straße entwickelt wird.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ortsverband Bohmte