Landschaftszerstörung in Hunteburg

Landschaftszerstörung in Hunteburg


Bohmter Grüne nahmen Kieswerk in Augenschein


Am 10. Oktober machten sich die Bohmter Grünen ein Bild von den Bautätigkeiten der Firma HKS GmbH im geplanten Kiesabbaugebiet Hunteburg. Die HKS GmbH ist ein Tochterunternehmen der Firma Holemans vom Niederrhein. Weil am alten Standort am Niederrhein aufgrund eines Ratsbeschlusses in Rees keine neuen Abbauflächen mehr ausgewiesen werden, konzentriert sich Holemans nun auf potenzielle Kiesabbauflächen  in Hunteburg.

Im geplanten Hunteburger Abbaugebiet  angekommen, konnten sich die Bohmter Grünen ein Bild von der fortschreitenden Zerstörung der Landschaft machen. Auf dem Werksgelände sind in den letzten Wochen 5 Sandsilos und die Sandaufbereitungsanlage mit den dazugehörigen Transportförderbändern errichtet worden . Neben Siebanlagen und Schöpfrädern war auch der inzwischen aufgebaute Saugbagger zu sehen. Am Randbereich zur Dammer Straße enstand ein Bürogebäude und eine Lagerhalle.

Besichtigung des geplanten Kiesabbaugebietes in Schwege/Hunteburg

Bild: Jürgen Blumenkamp, Hans-Joachim Berg, Reinhard Heemann, Friederike Schneider-Solf. Siebanlagen, Schöpfräder und Saugbagger sind zu sehen.

Auf einen Teil der geplanten Abbaufläche lagerte in großen Lagen der bereits abgebaute Niedermoortorf. Die Bohmter Grünen haben immer auf die klimaschädliche Auswirkung durch die Freisetzung von CO2 beim Torfabbau hingewiesen. Dir Grünen sind sich darin einig, dass die Genehmigung des Landkreises zum Torf- und Kiesabbau in Hunteburg im eklatanten Widerspruch zu den erklärten Klimaschutzzielen des Landkreises Osnabrück steht. Sie sahen es auch kritisch, dass die geplante Kiesabbaufläche östlich bis an einen geschützten Landschaftsbereich reicht und südlich des potentiellen Abbaugebietes ein geplantes Naturschutzgebiet auf der Karte ausgewiesen ist. Die HKS GmbH will Ende des Jahres auf einer Fläche von 70 Hektar mit dem Kies- und Sandabbau beginnen. Der Abbau soll 2041 abgeschlossen sein.

Es bleibt noch unklar, auf welchem Weg (LKW oder Schiff) die bisherigen Großkunden in den Niederlanden von Holemans mit Sand und Kies beliefert werden sollen.

Das Umweltforum Osnabrücker Land hatte Widerspruch zum Kiesabbau eingelegt. Das Hauptverfahren in dieser Sache soll nach mehrmaligen Terminabsagen nun am 4. November, 10 Uhr vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück eröffnet werden. Wenn das Verwaltungsgericht die Genehmigung zum Kiesabbau aussprechen sollte, werden Hunteburger und Dammer Bürger auf Jahrzehnte stark von den Kiestransporten betroffen sein.  

Die Grünen warnen eindringlich davor, dass Holemans mit allen Mitteln versuchen könnte, weitere Flächen im Nahbereich zum Naturpark Dümmersee in seinen Besitz zu bringen, um sie in den kommenden Jahrzehnten auszubeuten. Übrig bleibt eine unwiderbringlich zerstörte Landschaft wie man sie am Niederrhein vorfindet.

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
Bohmte